GRASEVINA «Mitrovac» / Krauthaker

GRASEVINA «Mitrovac» – Krauthaker / 2021 / 2022 / Kutjevo / Slawonien-Kroatien / 75 cl

Ein Lagewein mit makellosem Duft, komplex, harmonisch perfektioniert. Das Aroma ist frisch und fruchtig wie von reifen, süssen Äpfeln, oft unterstützt von einer Liebkosung der Edelfäule, was ihm eine zusätzliche Dimension verleiht. Am Gaumen voll, warm, cremig gerundet mit guter Säure.

4 – 6 Jahre / Süsswasserfisch, Vitello tonato, «Strukle»- Quarkteigtasche, gebratenes Huhn mit Kartoffeln Beilage  / 11 – 12°C

CHF 18.90

Zusatzinformationen

Der kompetente Doyen – Vlado Krauthaker ist wahrscheinlich der wichtigste und ambitionierteste kroatische Winzer. Heute bezieht er mit seine Tochter Martina (Nachfolgerin) seine Trauben aus über neunzig Hektaren Weinbergen im Gebiet um Kutjevo und füllt damit rund 6>700 000 Flaschen im Jahr. Krauthakers beste Lagen heissen Rosenborg, Vidim und Mitrovac. Auf ihnen wächst auch ein Chardonnay, der vor einigen Jahren an der Weltmeisterschaft des Chardonnay in Frankreich eine Goldmedaille gewonnen hat und der tatsächlich zu den besten kroatischen Weissweinen gehört. Der gewöhnliche Grasevina bleibt auch weiterhin ein unverzichtbarer Bestandteil der Weinkarten der meisten kroatischen Restaurants, während der halbtrockene Zelenac ein charakteristisches Beispiel für Krauthakers Innovativität ist. Die Graševina-Auslesen zählen zur absoluten Spitze des Dessertangebots (Goldmedaille an der EXPOVINA 2012). Wegen des voranschreitenden Klimawandels werden in Slawonien mittlerweile auch sehr gute Rotweine produziert. Dies bezeugen seine Pinot Noir, Merlot oder Mercs, letzterer ist ein cuvée von Merlot und Cabernet Sauvignon (Goldmedaille bei Merlot du Mondial, Lugano 2011). Krauthaker lässt übrigens seine besten Weine nicht oder sehr leicht filtrieren.

Der Graševina – vergleichbar mit dem Welschriesling in Österreich – ist ein spätreifender Weisswein mit fruchtiger Säure, der hauptsächlich in der Pannonischen Ebene verbreitet ist. Man nimmt an, dass diese Sorte ursprünglich aus Mitteleuropa stammt, aber sie hat sich in Kroatien derart gut und eigenständig entwickelt, dass sie viele Leute für autochthon halten. Sie wurde einst auch als Grašica bezeichnet. Für ihren heutigen Namen zeichnet der kroatische Sprachwissenschaftler, Schriftsteller und Lexikograph Bogoslav Šulek verantwortlich. Den Welschriesling (Graševina) findet man auch unter den Bezeichnungen Riesling Italico beziehungsweise Italienischer Riesling sowie Laški Riesling, wie man ihn im Nachbarland Slowenien nennt. Da der Graševina an verschiedenen Lagen angebaut wird, bietet der Wein eine breite Palette an Zuckergehalt und Gesamtsäure und kann in verschiedenen Stilrichtungen erzeugt werden. Welschriesling der Spitzenklasse kommt zum grössten Teil aus Slawonien und der Baranja, und zwar aus den Weinbaugebieten Kutjevo, Đakovo, Daruvar, Slavonski Brod und Ilok, während ein kleinerer Teil aus Zagorje und Međimurje stammt.

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